Über uns Alumni Club FH OÖ

Markus Eferdinger BSc

Mein Name ist Markus Eferdinger und ich habe den zweiten Jahrgang des Bakkalaureat-studienganges Entwicklungsingenieur Maschinenbau im Kalenderjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. Meine Bachelorarbeit habe bei einem Serviceunternehmen in Thalheim bei Wels durchgeführt und in diesem Rahmen eine Sandreinigungsmaschine mit pneumatischer Förderung entwickelt. Als ich im Sommer das Studium abschloss, wurde ich von einer Welser Firma, ohne ein Bewerbungsschreiben zu schreiben, als Projektingenieur angestellt und spezialisierte mich auf die Entwicklung von Transportmöglichkeiten für Schüttgüter. Im zweiten Jahr meiner Anstellung habe ich schließlich völlig unerwartet eine amerikanische Aufenthaltsbewilligung für die USA in einer Lotterie gewonnen. Diese im Volksmund auch bekannt unter dem Namen Green Card hat mir nun die Möglichkeit gegeben in die USA auszuwandern. Aus Zeitgründen möchte ich nun auf diese Möglichkeit der Einwanderung in die USA nicht näher eingehen. Interessierte können unter dem Thema Diversity Visa Program näher informieren.

Ohne jegliche Kontakte in den USA bin ich schließlich am 22. Oktober 2012 von München nach Charlotte in North Carolina geflogen. Für mich war dies ein sehr anspruchsvoller und spannender Schritt, da ich viel aufgab. Ich habe bei meinem Arbeitgeber gekündigt, meine Freunde und Eltern in Österreich zurückgelassen und einfach ohne jemanden zu kennen mich in die USA aufgemacht. Nach nur zehn Stunden Flug bin ich in den USA angekommen und habe mich um Jobs beworben. Zuerst online und durch Internetrecherche und später über Freunde, die ich durch verschiedene Freizeitaktivitäten kennengelernt habe. Nach nur zwei Monaten hatte ich drei Jobangebote und konnte mir aussuchen für welches Unternehmen ich arbeiten möchte. Ich hatte mich für die Schaeffler Gruppe entschieden, da ich das Unternehmen von Österreich kannte und schon immer in der Automobilbranche arbeiten wollte. Die Weihnachtsfeiertage 2012 konnte ich damit sehr zufrieden genießen und begann im Jänner 2013 als Application Engineer für die deutsche Schaeffler Gruppe zu arbeiten. Eines meiner ersten und anspruchsvollsten Projekte war die Entwicklung eines Hybridgetriebes für Lastkraftwagen. Die entwickelte Lösung war ein System, das aus einem Dieselmotor und einem Hydraulikspeicher besteht. Bei jedem Beschleunigungsvorgang wurde so zusätzliche Energie von dem Hydraulikspeicher zu Verfügung gestellt umso den Verbrennungsmotor effizient zu betreiben.
Nach nur zwei Jahren bekam ich einen neuen Verantwortungsbereich und wurde Projektmanager für den gesamten Geschäftsbereich Mobilität in Nordamerika. In dieser Funktion war es nun meine Aufgabe für einen sicheren Produktionsanlauf in den weltweiten Schaeffler Werken zu sorgen. Das Projektportfolio beinhaltete den Serienanlauf von kleinen Wälzlagern in Kompressoren in Mexiko und Deutschland bis hin zu einem äußerst komplexen Produktionsstart von Radlagern in Korea für einen bekannten Motorradhersteller in den USA.
Nach weiteren zwei Jahren in dieser Funktion wechselte ich das Unternehmen kürzlich und bin nun für ein deutsches Unternehmen im Bereich der Kabelkonfektion im Automobilbereich tätig. Das in Pfullingen beheimatete Unternehmen hat einen wichtigen Standort in Greenville in South Carolina und bot mir eine äußerst spannende Herausforderung an diesem Standort als Projektmanager an.

Abschließend ist zu sagen, dass mich die FH Wels sehr gut auf den Arbeitsmarkt und auf eine internationale Karriere vorbereitet hat. Ich habe auch hier in den USA nochmals studiert und vor einigen Monaten einen Master of Science in Engineering Management abgeschlossen. Auch hier kam mir die fundierte Ausbildung an der FH Wels zugute, da wir schon in einigen Vorlesungen wissenschaftliche Texte in englischer Sprache als Literatur zur Verfügung gestellt bekommen haben. Mein Werdegang und die Ausbildung an der FH Wels haben mich dazu befähigt in das Land mit der stärksten Volkswirtschaft erfolgreich einzuwandern und meine Träume zu verwirklichen. Daher kann ich allen derzeitig Studierenden nur empfehlen die Zeit an der Fachhochschule so gut wie möglich zu nutzen, Kontakte aufzubauen und auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Mit dieser Ausbildung steht einer internationalen Karriere nichts mehr im Weg.

Education is the passport to the future,
for tomorrow belongs to those
who prepare for it today. – Malcom X